Hinweise für Prediger von Diedrich Vorberg

Stand: 30. August 2021, 21.20 Uhr

Für jeden Blütenlese Video-Gottesdienst werden eigens folgende Teile benötigt:

  1. Begrüßung
  2. Predigt
  3. Verabschiedung
  4. Nach Möglichkeit: aktuelle Fürbitten (mit Vaterunser)

An der Erstellung des Endproduktes sind folgende Personen beteiligt:

  1. Prediger
  2. Kameramensch
    Für Prediger, die niemanden in der „Nähe“ haben, der aufnehmen kann oder möchte, lässt sich vielleicht etwas organisieren. Meldet Euch einfach bei Diedrich.
  3. Editor

    Neben den Aufgaben des Cutters, nämlich aus den aufgenommenen Teilen ein Ganzes anzufertigen, fällt dem Editor Recht und Pflicht des „Final Cut“ zu. Dahinter verbirgt sich die definitive Auswahl von Lesungen, Liedern und Bildmaterial sowie der Upload des Endproduktes. Sollten Aufnahmen von Musik und/oder Lesungen notwendig oder gewünscht sein, sind dafür eigene Absprachen zu treffen.

    Der Editor ist immer jemand vom Team. Wir verteilen diese Aufgabe reihum. Wer für einen bestimmten Gottesdienst dran ist, geht aus der Tabelle im Admin-Bereich der Webseite hervor. (Im Notfall Diedrich fragen.)

Von Seiten des Predigers sind (in aller Regel) folgende Schritte notwendig:

  1. Vorbereitungen
    1. Texte abfassen,
    2. jemanden suchen, der die Aufnahme macht (d.h. die Kamera bedient),
    3. einen Termin dazu absprechen
    4. und ggF. die Texte für den Teleprompter vorher an den Kameramenschen schicken.
  2. Aufnahme
  3. Nachbereitung
    Auf der Webseite blgd.tv müssen für jede Predigt zeitnah zur Aufnahme Titel und Tagline eingetragen werden. Hinweise dazu finden sich im entsprechenden Formular auf der Webseite.

Fristen

  • Der Upload der Film- und Ton-Dateien muss bis Donnerstag Nachmittag vor dem Sonntag des Gottesdienstes erfolgt sein.
  • Titel und Tagline sollen eingepflegt sein, bevor die Aufnahme beginnt. Sie einzutragen gehört zum Abfassen der Predigt dazu. Ohne Titel und Tagline kann die Predigt nicht als Podcast-Folge erscheinen.

Texte

Man kann viel darüber nachdenken, ob der Blütenlese Video-Gottesdienst ein Gottesdienst ist und wenn ja, in welchem Sinne. Ich persönlich bin dagegen, die konkrete Arbeit und den praktischen Nutzen theoretischen Überlegungen unterzuordnen: Menschen aus unserer Kirche hören eine rechtgläubige Predigt, sie singen die Lieder mit und erleben etwas, das einem „normalen“ Gottesdienst in ihrer Kirche ähnlich genug ist, um sie zu erbauen und zu erfreuen.

Begrüßung

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Die Grundform ist etwa:
  • „Herzlich willkommen in der ...-Gemeinde“.
  • Drei Sätze zum Inhalt der Predigt.
  • Invocatio: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

Die Begrüßung darf sich gerne auf das Kirchgebäude oder die Kirchengemeinde beziehen, aus der sie kommt. Es ist angestrebt, dass das Blütenlese-Projekt über den Horizont des KBZ Niedersachen-West hinaus geschaut und auch produziert wird. In Zukunft werden wir (möglichst) das Kirchgebäude im Vorspann zeigen, damit die Zuschauer wissen, wo sie sind. Dies ist eine Gelegenheit, die eigene Gemeinde vorzustellen und in der Kirche bekannter zu machen. Dies ist ggF. mit dem Kameramenschen und dem Editor, der den Gottesdienst schneidet, zu besprechen.

Anrede: Ich bin gegen eine Begrüßung als „Internet-Gemeinde“ oder „Blütenlese-Gemeinde“. Wenn wir Blütenlese schauen, haben wir nicht so Gemeinschaft untereinander, wie im Kirchraum. Es gibt keine Blütenlese-Gemeinde in oder gar neben der ἐκκλεσία. Wir sollten m.E. nicht so zu tun und wir brauchen uns nicht daran zu erinnern. Obwohl er einen agendarischen Gottesdienst nachempfindet, ist der Blütenlese Gottesdienst ein Erlebnis eigener Art. Ich bin für eine Anrede als „liebe Gemeinde“, „liebe Brüder und Schwestern“ oder „liebe Zuschauerinnen und Zuschauer“.

Einfache Form: Carsten Voß begrüßt die Gemeinde von der Kirchentür aus. Die invocatio fehlt (weil der Editor sie abgeschnitten hat?) Kameraführung: Der Schwenk über die Kirche stellt den Ort der Handlung vor (establishing shot).
Am Sonntag Judika begrüßt uns Carsten von der Orgelbank aus zu einer Liedpredigt mit Orgel-Meditation. Diese Zusammenarbeit hat der Organist Tristan Liebert vorgeschlagen. Super!
Etwas aufwendiger in Aufnahme und Schnitt: Manfred Holst illustriert das Thema des Gottesdienstes anhand der Gestaltung der Marburger Kirche.

Predigt

Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?
Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?

Für die Predigt gibt es von Blütenlese aus keine inhaltlichen Vorgaben. In aller Regel sollte sie zum Vorgeschlagenen Schriftabschnitt sein. Ein Wechsel innerhalb des Propriums ist unproblematisch, aber bitte nie ohne Absprache einfach irgendeinen Text nehmen oder Texte der kommenden bzw. vergangenden Woche wählen, so dass Doppelungen entstehen.

Ich bin sehr dafür, die Fähigkeiten des Mediums auszunutzen: Bildbesprechungen, Einblendungen, Wechsel der Stimmen, Perspektiven usw. Dies wäre im Einzelfall mit Kameramensch und Editor abzusprechen.

Im Kalender wird angezeigt, welche Lesungen es für den Gottesdienst im Archiv gibt. Diese sind u.U. noch nach der alten Ordnung. Wenn in der Predigt eine andere Lesung angesprochen wird, muss (1) die Lesung aufgenommen werden, wenn es sie hier noch nicht gibt und (2) muss es der Editor wissen.

Markus Nietzke verwendet Bilder eines Gemeindegliedes um den Predigtabschnitt zu illustrieren.

Verabschiedung

Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß.

Hier sollte ein Hinweis auf den Kommenden Blütenlese-Gottesdienst nicht fehlen. Der Wochenspruch mag hier genannt werden und ein Segenswort (wenn es nicht in den Fürbitten schon gesprochen wurde).

Kollekten- und Spendenaufrufe haben hier ihren Platz.

M. Holst wählt die Innenraumgestaltung der kleineren Kirche seines Pfarrbezirkes als Illustration für die Verabschiedung. Dies ist für Kirchen, die regelmäßig bei Blütenlese vorkommen, zu lang, aber eine gute Möglichkeit, das eigene Kirchgebäude vorzustellen.

Fürbitten

Eine Auswahl von agendarischen Fürbitten ist akzeptabel. Besser sind natürlich Fürbitten, die aktuelle Ereignisse und Anliegen aufnehmen.

Die Fürbitten sind eine gute Gelegenheit, Gemeindeglieder einzubinden.

Die Fürbitten sind ein öffentliches Gebet, kein privates. Wir zeigen i.d.R. die Betenden und sie sind frei, sich an Gott zu wenden (mit Blick zum Altar) oder mit Blick zur Kamera zu sprechen.

Die Fürbitten enden immer mit dem Vaterunser, wie es die Agende für Predigtgottesdienste vorsieht.